Gut beschützt

Brot spielt in unserem Haushalt eine große Rolle – ich habe ja auch schon von unserem Brotsackerl berichtet. Jahrelang haben wir das Brot nur per Hand aufgeschnitten. Die Schneidemaschine war zwar vorhanden aber wurde immer im Keller gelagert – so richtig schön macht sich so ein Gerät ja nicht unbedingt in der Küche. Vor einigen Wochen haben wir die Maschine dann doch in Verwendung genommen und wollen sie jetzt nicht mehr missen. Unser  Kompromiss lag darin, die Maschine nicht direkt in der Küche selbst sondern in unserer „Sommerküche“ aufzustellen. Der Raum verbindet unser Haus mit dem Garten und dient als Arbeitsraum bzw. zum Lagern von sperrigen Dingen. Dort steht sie nun und ist  noch immer keine Schönheit – also überlegten wir, welche praktische und schöne Abdeckung hier verwendet werden könnte. Neben Kisten aus Plastik oder Holz, die man über die Maschine stülpen könnte kam mir schließlich der Gedanke, eine passende Abdeckung zu nähen.

In Anlehnung an eine Nähmaschinenhülle fertigte ich mir  eine Skizze für eine passende Haube an. Die Skizze ist schnell gemacht, indem die Maße für Länge, Breite und Höhe direkt an der Maschine abgenommen werden. Unser Schnittmuster hat die Form eines Kreuzes, wobei die Mitte des Kreuzes dem späteren Deckel der Hülle entspricht (Maße = Länge x Breite  + Nahtzugabe). Die vier Seiten des Kreuzes entsprechen den späteren Seitenwänden der Hülle (Maße = Länge x Höhe bzw. Breite x Höhe + Nahtzugabe). Das Kreuz kann man entweder als einen kompletten Teil aus dem gewünschten Stoff ausschneiden oder so wie ich in einzelnen Teilen um es dann zu einem Kreuz zusammenzunähen. Somit kann Stoff gespart werden. Entscheidet ihr euch, die Teile separat zuzuschneiden und danach zusammenzunähen, dürft ihr die zusätzliche Nahtzugabe nicht vergessen! Das Kreuz wird einmal mit dem Oberstoff und einmal mit dem Futterstoff zugeschnitten. Als Material empfehle ich stabile Stoffe wie Canvas oder auch Wachstuch, um der Hülle einen guten Stand zu verleihen. Alternativ kann natürlich auch jeder andere Stoff mit einer passenden Vlieseinlage (z.B. H250) in einem zusätzlichen Arbeitsschritt verstärkt werden.

Unsere beiden fertigen Kreuze legen wir rechts auf rechts aufeinander und vernähen die vier geraden Außenseiten:  

Im nächsten Arbeitsschritt nähen wir die Kanten unserer Hülle: Dazu zieht ihr wie in der Abbildung unten zu sehen die Ecken des Kreuzes auseinander bis eine gerade Linie entsteht, bei der Ober- und Futterstoff jeweils aufeinander liegen und nähen die gesamte Linie zusammen. Dies wiederholen wir bei allen vier Ecken, wobei bei der letzten Naht eine Wendeöffnung im Bereich des Futterstoffs frei gelassen wird.     

Nachdem alle Nähte geschlossen sind, kann man das gute Stück bereits wenden und erkennt schon die Form der zukünftigen Hülle. Die Wendeöffnung im Bereich des Futterstoffs kann nun mit dem Matratzenstich per Hand oder knappkantig mit einem Geradstich mit der Nähmaschine geschlossen werden.  

Wer möchte, kann die Hülle nun nochmals glatt bügeln und für eine schönere Optik eine knappkantige Naht am oberen Ende der Hülle anbringen. Und somit kann die Schneidemaschine oder natürlich auch jedes andere Gerät gut beschützt und ordentlich verpackt werden.

Welche Küchenutensilien würdet ihr noch manchmal gern verstecken?  

Für das kommende Jahr wünsche ich viele schöne Momente mit euren Lieben, tolle Nähprojekte und vor allem: Bleib gesund! 

Alles Liebe, eure Astrid

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