Eine runde Sache

Wunderschön war die eisige, verzauberte Natur zu Jahresbeginn. Ideal, um ein selbst genähtes Lieblingsstück auszuführen: Der Loop-Schal ist eine geniale Erfindung, weil er zugleich funktional UND schön ist: Mit einem Kleidungsstück kann man zwei Looks kreieren und ist dabei noch gut vor der Kälte geschützt. So gibt es ja auch den Spruch, den viele Männer bejahen werden:

Der Winter ist die Jahreszeit, in der Frauen zu 80% aus Schal bestehen! 

Aber auch im Sommer können durch eine passende Stoffwahl leichte, luftige Loops entstehen, die als Accessoire zu vielen Anlässen ausgetragen werden können. Der Loop-Schal war übrigens auch eine meiner ersten Arbeiten, als ich mit dem Nähen begonnen habe: Einfach im Zuschnitt und unkompliziert in der Verarbeitung ist der Loop ein dankbares Projekt für den Einstieg in die Nähwelt.

Zuschnitt 
Erwachsene: 130 cm x 30 cm
Kinder: 100 cm x 20 cm


Für den Loop-Schal benötigt ihr zwei Stoff-Streifen – bei der Wahl der Maße ist erlaubt, was gefällt und für euch bequem ist. Ich schneide meine Stoff-Streifen für den Loop immer 130 cm x 30 cm zu, damit kann ich den Loop ohne Probleme zwei Mal herumwickeln. Für Kinder kann man Streifen mit den Maßen 100 cm x 20 cm rechnen. Für den Zuschnitt legt den gewünschten Stoff im Stoffbruch auf und schneidet ihn am Besten mit einem Patchworklineal und einem Rollschneider entsprechend zu. Sind diese praktischen Werkzeuge nicht bei der Hand, kann der Zuschnitt natürlich auch mit der altbewährten Stoffschere erfolgen. 

Die beiden Stoffstreifen werden rechts auf rechts, also mit der schönen Stoffseite, aufeinander gelegt und an beiden langen Seiten zusammengenäht. Bei einer Seite lasst jedoch einen Bereich offen, um den Schal später wenden zu können. Wenn ihr mit einer Overlock-Maschine näht, könnt ihr das Nähen und Versäubern in einem Schritt erledigen.   

So sieht der Schlauch aus, nachdem die beiden langen Seiten vernäht wurden:

Tipp: Beim Nähen mit der Overlock erfolgt kein Sichern der Naht mit Hilfe eins Rückstichs, so wie wir es vom Nähen mit der normalen Nähmaschine kennen. Um die Overlock-Naht zu sichern, muss die Fadenraupe mit Hilfe einer Nadel durch die Naht gezogen werden. Eine Stopfnadel leistet hier gute Dienste da sie ein besonders großes Nadelöhr hat und man die Fadenraupe gut einfädeln kann. Nachdem ihr die Fadenraupe mit Hilfe der Nadel durch die Naht gezogen habt, kann sie einfach kurz abgeschnitten werden. Das Aufgehen der Naht bei starker Beanspruchung bzw. beim Waschen wird somit verhindert. In den folgenden Bildern sieht man das Sichern einer Overlocknaht nochmals Schritt für Schritt: 

Sobald ihr die langen Seiten zusammengenäht habt, muss unser Loop nur noch zum Ring geschlossen werden. Dazu wendet ihr den Schlauch, sodass die schöne Seite außen ist und zieht ihn über euren rechten Arm. Fasst dann das eine Schlauchende mit der linken Hand und zieht es ebenfalls über euren rechten Arm, sodass die beiden kurzen, offenen Seiten übereinander liegen. Fixiert alles mit Stecknadeln und achtet dabei darauf, dass die Nahtenden schön aufeinander treffen.  Jetzt  näht ihr einmal komplett rundherum.      

Ihr könnt den  Loop nun durch die Öffnung wenden, die ihr zuvor freigelassen habt und könnt die Öffnung wahlweise per Hand mit Hilfe des Matratzenstichs oder knappkanting mit der Nähmaschine schließen. Die folgenden Bilder zeigen, wie der Matratzenstich (auch bekannt als Leiternstich) funktioniert und dass die Naht nach dem Zusammenziehen nicht mehr zu sehen ist. Deshalb wird der Stich auch oftmals Unsichtbare Naht genannt: 

Gratulation, euer Loop ist nun bereits fertig und freut sich auf den nächsten Spaziergang mit euch! Entscheidet dabei selbst, welcher Look es heute sein darf: 

  

Mit frostigen Grüßen ,
eure Astrid

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.